Czernowitz & Lemberg

In Fotos und Text

96 Seiten, gebunden
Erscheinungsjahr: 2017 | ISBN: 978-3-88423-562-1

19,80 EUR inkl. 7% gesetzl. MWSt

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Über dieses Buch

Isolde Ohlbaum bereist seit 2008 die Ukraine und dokumentierte ihre Eindrücke fotografisch. Czernowitz und Lemberg sind Städte mit einer reichen europäischen Tradition, die aber im europäischen Bewusstsein der jüngeren Vergangenheit marginalisiert wurden.

Ohlbaums Bilder zeigen diese Prägung, die städtebauliche Wurzel in der K.u.K.-Monarchie, in deren Lücken und Rissen heute das Leben der Ukrainer, gegen alle Widrigkeiten, sehr farbenfroh pulsiert. Sie laden ein, diese zwei Kulturstädte in ihrer alltäglichen Erscheinung zu erkunden. Die Fotos lassen aber auch erahnen, dass große Teile des kulturellen Erbes, etwa der jüdische Friedhof in Czernowitz, dem Verfall nach wie vor ausgesetzt sind. Juri Andruchowytsch lässt in seinem Begleittext die Bedeutung von Czernowitz und Lemberg in seinem Leben und Schreiben Revue passieren, beschreibt die Geschichte ihrer Verbindung und ihre heutige Wahrnehmung in der westlichen Öffentlichkeit. Aus dem Ukrainischen übersetzt von Sabine Stöhr.

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Autor

Juri Andruchowytsch, 1960 in Iwano-Frankiwsk, dem früheren Stanislau, geboren, gilt als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen der Ukraine. Als Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer ist er Teil der kritischen, kreativen Szene. 1985 Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Er veröffentlichte seit 1982 zahlreiche Gedichtbände und Romane. Für seine Werke erhielt er viele internationale Auszeichnungen, in Deutschland u.a.: Herder-Preis der Alfred Toepfer Stiftung 2001 und Erich-Maria Remarque Friedenspreis der Stadt Osnabrück 2005. Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2006. In Weimar bekam er 2016 die Goethe-Medaille verliehen. Juri Andruchowytsch gilt als einer der berühmtesten Schriftsteller des neuen Europa. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Über Isolde Ohlbaum

Isolde Ohlbaum absolvierte ihre Ausbildung von 1970 bis 1972 an der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie in München. Sie arbeitete danach u.a. für SPIEGEL und STERN. Ihre Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern haben sie zur bekanntesten und begehrtesten Chronistin der Literatur-Szene gemacht. Annähernd 2000 Autorenporträts sind dabei bisher entstanden. Seit vielen Jahren begleitet sie die Frühjahrs- und Herbst-Tagungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, von Beginn an die Vergabe des Petrarca-Preises und des Hermann-Lenz-Preises. Sie veröffentlichte mit großem Erfolg zahlreiche Bücher und Kalender.