Rückvergütung

Roman

146 Seiten, gebunden
Erscheinungsjahr: 2015 | ISBN: 978-3-88423-491-4

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ISBN 978-3-88423-498-3

Über dieses Buch

Jürgen Theobaldy hat sich in der jüngsten Geschichte des Versicherungswesens und seiner Skandale umgetan. Er findet in dieser Branche konspirativer Sicherheit eine jener vielen Falltüren, die ohne Widerstand sich der Gier und der Lust öffnen. Tragisch und komisch taumelt sein Held der eigenen Leere hinterher.

Renner, der Erzähler, hat den Job nötig, aus dem alten wurde er rausgekickt, aus guten Gründen, aber doch auch wie ein Bauernopfer. Jetzt wird nicht mehr lange gefackelt: kleines Versicherungsunternehmen, unerwartet gute Marktposition, eine dringend neu zu besetzende Stelle, zutrauliche Vorgesetzte. Was Renner zu tun bekommt, die Fortführung von Karteien, die sein Vorgänger hinterlassen hat, entpuppt sich bald als ein Coup, ein Betrug im großen Stil. Er will und darf daran verdienen. Die Drahtzieher laden ihn zuvorkommend in die Konspiration ein. Was winkt, ist das Leben auf großem Fuße, für ihn und seine junge Familie. Renner ist klug genug, das Risiko zu erkennen – bremsen will er den Taumel nicht. Zu sicher erscheint die Situation, gegenseitige Abhängigkeit als Schutz, dann ist noch Timing nötig, rechtzeitig abspringen, bevor die Behörden aufmerksam werden.

Presse

»Jürgen Theobaldy hat einen kleinen, aber feinen Roman geschrieben, dem viele Leser zu wünschen sind, weil er Erotik mit kriminalistischer Spannung verbindet und das Kunststück fertigbringt, Diskretion zu wahren, wiewohl der Text an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.« FAZ

»Ein Kleinod deutschsprachiger Erzählkunst. Ein Psychogramm der Entstehung des Verbrechens aus dem moralischen Nichts des engagierten Lohnempfängers.« BR

»Es ist eine große Kunst von Jürgen Theobaldy, einerseits auf den sich abzeichnenden Showdown hin zu schreiben, andererseits jedoch beim Leser nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen zu lassen.« literaturkritik.de

»Theobaldy wählt einen kleinen Wirklichkeits-Ausschnitt, schaut sich diesen genauestens an, seziert ihn mit seiner präzisen, immer auch leicht ironisch-manierierten Sprache« Mannheimer Morgen

Bei Theobaldys »Rückvergütung« handelt es sich »um einen der seltenen zeitgenössischen Romane in deutscher Sprache, der dort angesiedelt ist, wo sich das wirkliche Leben sowie die grundlegenden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Prozesse unserer Zeit abspielen.« fixpoetry.com

»Theobaldys Roman ist nicht nur ein Krimi. Er ist auch ein Lehrstück über den Preis, den wohl viele eisern schweigend zu zahlen bereit sein müssen, wenn sie beruflich noch ein bisschen weiterkommen wollen. Ihnen sei dieser Roman insbesondere ans Herz gelegt: Hier erzählt einer, der sich die Mühe gemacht hat, ihre Schäbigkeit zu durchschauen. Für alle anderen ist das Buch ein Lesevergnügen.« journal-b.ch

»Nüchtern und ungeheuer spannend erzählt Jürgen Theobaldy von dem Angestellten Renner, der sich in schäbige Betrügereien verwickeln lässt. Spannender Blick hinter die Kulissen der Versicherungsbranche.« WDR2

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Autor

Jürgen Theobaldy, 1944 in Straßburg geboren, aufgewachsen in Mannheim, lebt heute in Bern. Studium der Literaturwissenschaft an den Universitäten in Heidelberg und Köln, sowie Berlin. Im Wunderhorn Verlag veröffentlichte er 1984 »Midlands/Drinks. Gedichte aus Rom« mit neun Zeichnungen von Joachim Palm, 2000 den Prosaband »In der Ferne zitternde Häuser« in der Reihe ›Edition Künstlerhaus‹, 2013 den Roman »Aus nächster Nähe« und zuletzt den Roman »Rückvergütung«.