Patchwork

Roman

Aus dem Englischen von Indra Wussow
216 Seiten, gebunden
Erscheinungsjahr: 2014 | ISBN: 978-3-88423-439-6

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ISBN 978-3-88423-467-9

Über dieses Buch

»Schlechter Samen« – das ist die Bezeichnung, die sich Pumpkin früh in der Kindheit einprägt. Weil sie unehelich geboren ist. Ein unentrinnbares Reich aus Angst und Eifersucht folgt diesem Makel der Geburt.

Außerdem ist ihr Leben in zwei gegensätzliche Welten gespalten: Reichtum verkörpert der Vater Joseph Sakavungo, Unternehmer mit politischen Ambitionen; Verwahrlosung die Mutter, die durch die unerfüllte Liebe zerbrach. Als 9-Jährige, die den ersten Teil des Romans erzählt, reagiert Pumpkin darauf mit Lügen und Verschwiegenheit. Auch als der Vater sie zu sich holt, setzt sich das Versteckspiel fort. Im neuen Zuhause wird Pumpkin abgelehnt, denn auch hier ist der Vater abwesend. Seine Promiskuität hinterlässt überall Eifersucht und Rachegefühle. Nur seine materielle Großzügigkeit und sein Schaffensdrang stiften so etwas wie Zusammenhalt. Auch die Unfähigkeit sich zu entschuldigen wird zur ständigen Qual. »...wenn du dich für etwas aus tiefsten Herzen entschuldigst, dann wirst du daraus lernen und denselben Fehler nicht noch einmal machen, denn wenn du einen Fehler machst, flickst du ihn. Wiederholst du diesen Fehler, flickst du ihn. Machst Du ihn ein drittes Mal, flickst du ihn. Aber was wird dann daraus? Ein großes unordentliches Flechtwerk das jedem auffällt. Willst du das?« Mit dieser Aufgabe wird auch die erwachsene Pumpkin noch zu kämpfen haben. Der Roman erzählt von drei Generationen Frauen, ihren Lieben und Entbehrungen im nachkolonialen Sambia. Die Erzählerin – erst das 9-jährige Mädchen, dann die Erwachsene, selbst Mutter – ist in ständigem Staunen befangen: über menschliche Schwäche anderer wie über ihre eigene. Politische Ambitionen angesichts sozialer und kriegerischer Krisenherde und das Festhalten an verkrusteten Geschlechterrollen bilden den gesellschaftlichen Rahmen.

Im Buch Blättern


Lesereise im November 2014

23. November München
24. November Augsburg
26. November Bochum
27. November Heidelberg
28. November Münster
29. November Bonn
30. November Köln

Presse

»Geschickte Mischung aus subjektiver Gefühlswelt, Familienbeziehungen und Politik im postkolonialen Sambia« Sonntaz

»Ellen Banda-Aaku, die heute in London lebt, ist damit ein eindrucksvoller Roman über das Schicksal dreier Frauengenerationen in Sambia gelungen« DR Kultur

Autor

Ellen Banda Aaku wurde 1965 in England geboren und wuchs in Sambia und anderen afrikanischen Ländern auf. Sie studierte öffentliche Verwaltung an der Universität Lusaka. Sie publizierte drei Jugendbücher und Gedichte. Mit ihrem ersten Buch für Erwachsene erhielt sie 2010 den »Penguin Prize for African Writing«. Sie war 2012 auf der Shortlist des Commonwealth Writers’Prize. Ellen Banda Aaku lebt heute in London.

Herausgeber

Indra Wussow studierte Literaturwissenschaft, lebt in Johannesburg/Südafrika und auf Sylt. Sie arbeitet als Autorin, literarische Übersetzerin und Kuratorin für verschiedene internationale Einrichtungen. 2002 gründete sie auf Sylt die von ihr geleitete Stiftung kunst:raum sylt quelle. Mit Stipendien, Ausstellungen, Aufführungen und Veröffentlichungen werden zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen sowie Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus unterschiedlichen Nationen gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst. 2008 eröffnete die Stiftung eine Dependance in Johannesburg, das Jozi art:lab.

Übersetzung

Indra Wussow studierte Literaturwissenschaft, lebt in Johannesburg/Südafrika und auf Sylt. Sie arbeitet als Autorin, literarische Übersetzerin und Kuratorin für verschiedene internationale Einrichtungen. 2002 gründete sie auf Sylt die von ihr geleitete Stiftung kunst:raum sylt quelle. Mit Stipendien, Ausstellungen, Aufführungen und Veröffentlichungen werden zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen sowie Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus unterschiedlichen Nationen gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst. 2008 eröffnete die Stiftung eine Dependance in Johannesburg, das Jozi art:lab.