Zwietracht

Roman

Platz 3 Litprom Bestenliste «Weltempfänger» 2011
256 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden
Erscheinungsjahr: 2010 | ISBN: 978-3-88423-350-4

24.80 EUR inkl. 7% gesetzl. MWSt
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Über dieses Buch

Der Roman schildert das Schicksal einer Familie, auf der ein Fluch zu liegen scheint. Der Erzähler rekonstruiert die Geschichte dieser Familie und schreibt damit auch eine Geschichte seines Landes Zimbabwe und dessen Besiedlung.

Als historischer Roman spannt sich die Handlung über hundert Jahre, als Familienroman über mehrere Generationen. Chinodya schreibt über die Entwurzelung der modernen intellektuellen Oberschicht im Zimbabwe der Gegenwart, die sich darüber klar wird, dass der Bezug zu den Vorfahren der Familie verloren ging. Dabei geht es nicht nur um persönlichen Verlust, sondern vielmehr auch um den Verlust eines Geschichtsbewusstseins, das eine ideologische Heimat bieten könnte. Erst die Fortführung dieser Tradition im Sinne der Wahrnehmung einer bisher verdrängten Vergangenheit verhindert, dass sich die Gegenwart nicht weiterentwickelt. »Strife«, zum Teil geschrieben während eines Stipendiats auf Schloss Wiepersdorf, wurde mit dem »Noma Award for Publishing in Africa« ausgezeichnet.

Presse

Platz 3 der Litprom Bestenliste «Weltempfänger» Frühling 2011

»Auf der Familie Gwanganara scheint ein Fluch zu liegen. Oder liegt es daran, dass die Nachfahren des Stammvaters, der als Jäger noch Kontakt zu Geistern aufnahm, die Bindung zu den Vorfahren allmählich verloren haben? Vor dem Hintergrund von 170 Jahren simbabwischer Geschichte erzählt Chinodya vom schwierigen Übergang einer traditionellen Gesellschaft in die Moderne in dichten Bildern voll aufschlussreicher Details.«
litprom-Jury

»Chinodya spricht überhaupt oft von Flüssen, vom Überqueren. Der Fährmann ist beharrlich unterwegs. Doch manchmal hat er Mühe, das andere Ufer zu erreichen.«
Uwe Stolzmann, Neue Zürcher Zeitung

»Als wäre man beim Lesen auf Trampelpfaden in Zimbabwes Buschland unterwegs: Man verirrt sich leicht, wenn man sich nicht auskennt. Aber wenn man den Pfaden zu folgen versteht, lernt man das Land und seine Menschen besser kennen.«
Gaby Mayr, SWR 2

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Autor

Shimmer Chinodya, 1957 in Gweru geboren, lebt in Zimbabwe und veröffentlicht seit 1982 Romane und Kinderbücher und ist auch Drehbuchautor. Sein Roman »Harvest of Thorns« (1989), 1990 ausgezeichnet mit dem Commonwealth Writers Prize, erschien als »Dornenernte« 1991 auf Deutsch (Horlemann Verlag). Im Jahr 2000 Stipendiat auf Schloss Wiepersdorf, nominiert für den Caine Prize für den Roman »Can We Talk«. 2005 zimbabwischer Verlegerpreis für das Kinderbuch »Tale of Tamari«.

Herausgeber

Indra Wussow studierte Literaturwissenschaft, lebt in Johannesburg/Südafrika und auf Sylt. Sie arbeitet als Autorin, literarische Übersetzerin und Kuratorin für verschiedene internationale Einrichtungen. 2002 gründete sie auf Sylt die von ihr geleitete Stiftung kunst:raum sylt quelle. Mit Stipendien, Ausstellungen, Aufführungen und Veröffentlichungen werden zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen sowie Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus unterschiedlichen Nationen gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst. 2008 eröffnete die Stiftung eine Dependance in Johannesburg, das Jozi art:lab.

Übersetzung

Manfred Loimeier, Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Tübingen, Wien, Basel und Berlin. Promotion in Bayreuth über Ousmane Sembène und Wole Soyinka, Habilitation in Heidelberg über J.M. Coetzee. Redakteur in Mannheim, Privatdozent für afrikanische Literaturen in Heidelberg. Publizierte u.a. die Interviewsammlungen »Wortwechsel« (2002) und »Wortschätze« (2012); Herausgeber der Erzählungsbände »Yizo Yizo« (2005), »Elf» (2010) und »Handgepäck Südafrika« (2011) sowie der Afrika Reihe Horlemann; Übersetzer des Romans »Zwietracht« von Shimmer Chinodya (2010); Autor der Essaybände »Africando. Literarische Reise durch einen Kontinent« (2010) und »Szene Afrika. Kunst und Kultur südlich der Sahara« (2012). Schrieb außerdem die Monografien »J.M. Coetzee« (2008) und »Die Kunst des Fliegens. Annäherung an das künstlerische Gesamtwerk von Herbert Achternbusch« (2013). http://www.manfred-loimeier.de/