Ein großer Mann

Ein großer Mann

Roman
161 Seiten, Format: 12 x 20 cm, Englische Broschur
Erscheinungsjahr: 1983 | ISBN: 978-3-88423-027-5

11.80 EUR inkl. 7% gesetzl. MWSt
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Über dieses Buch

Die Geschichte eines besessenen Erfinders und rücksichtslosen Unternehmers im Frankreich der 1920er Jahre, zu der Soupaults Großonkel Louis Renault als Vorbild diente.

Mit genauen Beobachtungen und prägnanten Details schildert Philippe Soupault die Karriere des Automobilkönigs Lucien Gavard, die gesellschaftlichen Verhältnisse der 1920er Jahre und das flotte Leben der Pariser Bourgeoisie zwischen Pferderennen und Gartenfesten. Nur die streikenden Arbeiter der Gavard'schen Fabriken und der schwarze amerikanische Tenor Putnam bringen eine unzulässige Verunsicherung in dieses großbürgerliche Dasein. Die französische Originalausgabe erschien 1929. Von Ré Soupault übersetzt, erscheint dieser Roman zum ersten Mal in deutscher Sprache.

Autor

Philippe Soupault wurde am 2. August 1897 in Chaville bei Paris geboren. Über Guillaume Apollinaire lernte er 1917 André Breton kennen. Zusammen mit André Breton und Louis Aragon war er Initiator der surrealistischen Bewegung, entzog sich jedoch schon bald deren Gruppenzwang, um eigene Wege zu gehen. Er wurde Verleger und Herausgeber von Zeitschriften. In den dreißiger und vierziger Jahren arbeitete Soupault als Journalist, später war er UNESCO-Beauftragter und Radio-Produzent. Am 12. März 1990 starb er zweiundneunzigjährig in Paris. Seit 1981 publiziert der Verlag eine Soupault-Werkausgabe.

Übersetzung

Ré Soupault, geboren 1901 als Erna Niemeyer in Pommern, arbeitete bereits während ihres Studiums 1921-1925 am Bauhaus in Weimar mit dem Avantgardisten Eggeling an dessen Experimentalfilm »Diagonal-Symphonie«. Über ihren Mann, dem Dadaisten und Filmkünstler Hans Richter lernte sie u.a. Man Ray und Sergeij Eisenstein kennen. Sie ging 1929 nach Paris, wo sie ihr erstes eigenes Modestudio »Ré Sport« einrichtete. Im Kreis der Pariser künstlerischen Avantgarde traf sie Phillipe Soupault. Mit ihm unternahm sie ab Mitte der dreißiger Jahre zahlreiche Reisen durch Europa und Amerika, wo sie seine Reportagen fotografisch begleitete. Seit 1946 wieder in Europa, arbeitete sie als Übersetzerin (u.a. André Breton, Philippe Soupault) und Rundfunkautorin. Sie starb 1996 in Paris.